Seven Seals | Sherry Wood Finish | Fast Forward Finishing
Seven Seals reift irischen Whiskey im sogenannten Fast Forward Finishing in der Schweiz oder inzwischen auch anderswo. Das Verfahren ist geheimnisvoll – oder sagen wir es direkt: Dies ist ein intransparenter Whisky ohne Alterangabe. Mehr zu Seven Seals steht in einem Artikel in meinem Whisky Journal. Zu diesem Whisky finden sich im Internet Quellen, die als Herkunft die Great Northern Distillery von John Teeling angeben. Der Whisky reifte für drei Jahre traditionell im Bourbon Fass, um dann geheimnisvoll mit Sherry Wood gefinisht zu werden. Angaben zur Färbung oder Filterung sind auf der Flasche und der Produktseite im Internet nicht zu finden. Angeboten wird das Ganze für über 60 € – ambitioniert für NAS. Es gibt noch ein Port Wood Finish, das ähnlich ist und daher nicht extra betrachtet wird.
Glengoyne | aged 21 years​
Glengoyne 21 ist ein Luxusprodukt – das suggeriert die Verpackung, das unterstreicht der Preis. Wie bei vielen Luxusprodukten stellt sich die Frage, wird der Status durch die Qualität gerechtfertigt. Abgefüllt wird der Glengoyne 21 mit laschen 43%vol. Das ist auf jeden Fall eine Enttäuschung – insbesondere angesichts von Preisen, die inzwischen weit über 160 – 200 € liegen. Das ist Whisky, von dem ich mir allenfalls ein Sample leisten kann. Schauen wir, wie bedauerlich das ist …
Glengoyne | aged 18 years​
Ein 18jähriger Glengoyne, der in einer riesigen Kiste daher kommt, die Ralfy der Brennerei (im übertragenen Sinn …) um die Ohren gehauen hat, weil Ressourcen und Geld verschwendet werden. Geld, das besser in ein stärkeres Bottling investiert worden wäre, denn 43%vol. sind arg dünn für eine Abfüllung, die im Mitte 2022 in den meisten Shops über 120 € kostet. Der Whisky hat eine gesunde, goldene Farbe. Mal sehen, ob er Qualitäten hat, die den Preis rechtfertigen.