Blair Athol | 1998 – 2017 | Old Particular
Ein ehrwürdiger Blair Athol aus dem Sherry Butt, 18 Jahre alt aus der Old Particular Serie von Douglas Laing. Das verspricht viel. Auf der Flasche ist nicht vermerkt, ob es sich um Cask Strength handelt, allerdings sprechen 298 Flaschen zusammen mit nur noch 48,4%vol. für einen ordentlichen Angels Share. Und was den Engeln mundet, sollte gut sein. Die Farbe ist dunkles Kupfer.
Wunderreifungen, mofiktische Formeln und mittelmäßiger Whiskey
Alchemisten, Zauberer und Destillateure – wahrscheinlich sind hier geschichtlich die Gemeinsamkeiten sehr groß. Nun sollten wir seit der Aufklärung alle ein gutes Stück klüger geworden sein, eben aufgeklärter. Aber natürlich wissen die Aufgeklärten unter uns, dass auch dies nur eine Illusion ist. Und wie ist es mit unseren Illusionen als Whisky-Nerds? Wir wissen, dass Alter nicht alles ist und dass ein gut gereifter alter Whisky dem heiligen Gral ziemlich nahe kommt. So widersprüchlich kann die Wahrheit sein. Genau das ist die Stunde der Alchemisten, die reifen Whisky ohne Alter herstellen wollen, wenn sie es schon nicht schaffen, Gold ohne Gold zu machen.
Seven Seals | Peated Port Wood Finish | Fast Forward Finishing
Ein weiterer Whisky von Seven Seals, diesmal Port Wood Finish und peated. Auch hier gibt es keine Angaben zum Alter und zur wirklichen Reifung. Auch Farbe oder Filterung werden nicht angegeben. Es dürfte sich also erneut um Whisky der Great Northern Distillery handeln, der im geheimnisvollen Seven Seals Verfahren fast-forward-gefinisht wird. Immerhin könnte ihm der Rauch die Komplexität geben, die dem reinen Sherry Wood oder Port Wood gefehlt hat.